So düster war WoW lange nicht! Der neue Kurzfilm mit Xal'atath setzt voll auf Cosmic-Horror

Blizzard meldet sich mit einem neuen Animationsvideo zu WoW: Midnight zurück und rückt dabei erneut Xal'atath ins Rampenlicht. Der Kurzfilm zeigt, wie die Vorbotin der Leere im Hintergrund die nächsten Schritte ihres Plans vorbereitet und dabei alte und neue Figuren in Stellung bringt.
Oh, wie sehr wir sie vermisst haben! Mit WoW: Midnight am Horizont meldet sich Blizzard endlich mit einem neuen Animationsvideo zurück und natürlich steht wieder Xal'atath im Mittelpunkt. Die Vorbotin der Leere schmiedet unbeirrt den nächsten Abschnitt ihres finsteren Plans ... und der hat es in sich.
Während wir uns noch mit den Kultisten der Schattenklinge herumschlagen, hat Xal'atath längst Nägel mit Köpfen gemacht. Sie vereint die verfeindeten Fraktionen der Leere und entfesselt eine gewaltige Armee, die nichts Geringeres im Sinn hat, als ganz Azeroth zu verschlingen.
Der neueste WoW-Kurzfilm wirft einen Blick auf die Ereignisse zwischen dem Finale von The War Within und dem Start von Midnight. Zu sehen bekommen wir unter anderem, wie Xal'ataths Leerenhäscher Nexuskönig Salhadaar und seine Astralen durch den Leeresturm hetzen.
Wer in Sachen Story auf dem neuesten Stand sein möchte, sollte sich dieses Video unbedingt anschauen:
Xal'atath und der gefallene König
An dieser Stelle eine kurze Einordnung und Zusammenfassung aller Ereignisse. Denn einige Spieler dürften sich gefragt haben, warum der Nexuskönig und die Schattenwache überhaupt wieder auftauchen. Schließlich wurde Salhadaars Essenz im Kampf um K'aresh eigentlich von Xal'atath und ihrem Artefakt verschlungen.
Nach ihrer Niederlage finden sich Salhadaar und seine Astralen im Leeresturm wieder. Dort gerät der Nexuskönig immer wieder mit Xal'ataths Truppen aneinander, da er sich standhaft weigert, sein Volk ein weiteres Mal von der Leere in Ketten legen zu lassen.
In einem verzweifelten Akt tötet er einen Leerwandler und nutzt dessen Energie, um ein Fluchtportal zu öffnen. Doch Xal'atath hat nicht die geringste Absicht, ihre Beute erneut entkommen zu lassen.
Stattdessen unterbreitet die Vorbotin dem Nexuskönig ein verlockendes Angebot. Freiheit und Macht jenseits aller Vorstellungskraft, sofern sein Volk ihr dient. Salhadaar kontert jedoch, dass Xal'atath lügt und nichts vom Schmerz und Leid der Astralen versteht. Um ihn zu überzeugen, offenbart die Vorbotin dem König eine Wahrheit, die uns bislang nur am Rande bekannt war.

So sah Xal'atath aus bevor die Leere ihre Welt und ihr Volk selbst verschlang.
Xal'atath erzählt im Video von ihrer eigenen Vergangenheit, lange bevor sie zur Vorbotin von Dimensius wurde. Einst war sie sterblich, genau wie die Bewohner von K'aresh. Das Leere verschlang ihre Welt und ihr Volk und hinterließ eine bittere Erkenntnis. Am Ende zählt nur das Überleben und das Recht des Stärkeren.
Schließlich bietet Xal'atath Salhadaar einen Platz an ihrer Seite an und überträgt ihm das Kommando über ihre Streitkräfte. Der Nexuskönig schließt sein Portal, beugt sein Knie und schwört ihr die Treue.
Die Story der Vorbotin
Passend zum Video liefert Blizzard eine kurze Zusammenfassung von Xal'ataths bisheriger Geschichte in World of Warcraft:
Xal'atath ist ein Wesen, das Imperien, Katastrophen und Tode unzähliger Welten überdauert hat. Sie ist eine Manifestation tödlicher Gerissenheit, hat endlosen Ehrgeiz und verfügt über eine Geduld, die über Äonen hinweg wachsen konnte.
Einst in einer schwarzen Klinge gebunden, die im katastrophalen Zeitalter des Schwarzen Imperiums geschmiedet wurde, sah Xal'atath dabei zu, wie Alte Götter und Sterbliche zugleich in ihr raffiniertes Netz millionenfacher Machenschaften spazierten. Jeder von ihnen nichts weiter als eine Schachfigur in einer Partie, die sie bereits seit zahllosen Jahrtausenden spielt.

Xal'atath ist eine Meisterintrigantin, die selbst ihren einstigen Meister überlistete.
Ihre frühesten bekannten Pläne offenbarten sich auf dem vom Untergang geweihten K'aresh, auf dessen sterbender Welt sie als die Vorbotin von Dimensius dem alles Verschlingenden wandelte. Und auch wenn sie dabei den Anschein vermittelte, Vergnügen an ihrer Rolle als Dienerin zu finden, zürnte Xal'atath ihren Ketten. Auf der Suche nach Freiheit lockte Xal'atath die Bewohner von K'aresh mit Versprechen von Erlösung und leitete sie zu einem Ritual, das ihre Welt zerstörte, Dimensius zerschmetterte und Xal'atath aus den Fängen des Leerenfürsten befreite.
Mit der Zeit richtete sie ihren Blick auf Azeroth, eine aufkeimende Welt, die sich im Würgegriff vier Alter Götter befand. Ihre finsteren Wurzeln drangen langsam zum Herzen der Welt vor, um die darin schlummernde Weltenseele zu ergattern. Xal'atath versuchte zum Zwecke ihrer eigenen Interessen, die Bemühungen der Alten Götter zu unterlaufen, doch ihr gefährlicher Schachzug scheiterte letztlich, als die Alten Götter auf nie dagewesene Weise zusammenarbeiteten und sie in der Klinge des Schwarzen Imperiums versiegelten.
Doch ihre Gefangenschaft konnte Xal'atath nicht zum Schweigen bringen. Unzählige Jahre drang ihr Geflüster aus der Klinge, entwirrte die Verstande jener, die ihr lauschten, und verdrehte dabei deren Schicksale, während ihr Einfluss stets Verderben hinterließ. Im Laufe der Geschichte erlagen viele ihrem Geflüster und die Klinge wanderte von Hand zu Hand, wo sie nie zu lange verweilte, bevor sich das Unheil anbahnte und - letzten Endes - jeden Einzelnen ihrer Besitzer ereilte. Jahrtausende vergingen, doch erneut harrte Xal'atath aus. Pläne schmiedend. Wartend. Stets flüsternd.
Im gegenwärtigen Zeitalter sind Xal'ataths Pläne gewagter und ihr schattenhafter Einfluss noch größer. Sie hat ganze Kulte und Königreiche manipuliert, Helden getäuscht und sich an den Essenzen von Wesen gelabt, die älter als die Sterne der Großen Dunklen Weiten sind.
Für Xal'atath sind Monarchen, Sterbliche und Monster zugleich nichts als Figuren auf ihrem eigens geschaffenen Spielbrett. Sie sind Werkzeuge, die nach ihrem Belieben geformt, geopfert oder zerstört werden. Xal'atath verspricht vielen Leuten vielerlei Dinge, doch zum Schluss schenkt sie ihnen stets das Gleiche: Eine Lektion. Die einzige Wahrheit der Leere: Was sie erwartet, ist keine Gnade, kein Ausgleich, keine Erlösung.
Nur zu verzehren ... oder verzehrt zu werden.
"Oh, es war eine Freude. Doch das Spiel ist aus. Wenn wir uns wiedersehen ... nehme ich Euch alles, was Ihr liebt."
Mit dem neuen Video schließt Blizzard damit eine weitere Story-Lücke zwischen The War Within und Midnight. Denn Salhadaar kehrt später erneut zurück. Genauer gesagt erwartet uns der gefallene Nexuskönig als Boss im ersten Raid von Midnight, der Leerenspitze. Und nach diesem Kurzfilm dürfte klar sein, dass diese Begegnung alles andere als freundlich wird.
Quelle: Buffed


