WoW Forever: Beliebtes Feature fehlt bewusst – damit ihr wieder Freunde findet

WoW Forever: Beliebtes Feature fehlt bewusst – damit ihr wieder Freunde findet

In WoW Forever fehlt ein Komfortfeature absichtlich, damit ihr wieder miteinander spielt. Blizzard will so die soziale Seite von Azeroth stärken.

WoW Forever, die brandneue Vision fürs bekannte World of Warcraft aus uralten Zeiten begeistert mit ihrer Beta aktuell Spieler weltweit. Trotz oder teilweise sogar wegen der Übernahme mancher Komfortfunktion aus „Retail WoW“, also der aktuellen Version. Doch ausgerechnet bei einem der nervigsten Classic-Aspekte bleibt Blizzard standhaft und sagt: Diese „Reibung“ muss es einfach geben.

Die Rede ist vom geteilten Mob-Tagging. Die Entwickler betonen jetzt aber auch, wieso - und wie sie Spielern dabei trotzdem entgegenkommen.

WoW Forever: Blizzard rettet die soziale Säule mit Verzicht auf Komfort

Classic-Designer Josh Greenfield hat sich zum Fehlen vom gemeinsamen Mob-Tagging (also Anspruch auf Loot, wenn ihr mit einem anderen Spieler, der NICHT in eurer Gruppe ist, einen Mob erledigt) geäußert: Die „Friction“ (deutsch „Reibung“), wenn man nicht in einer Gruppe ist, sei einfach nötig, um die soziale Säule von WoW Forever zu erhalten.

Die Alternative ist nämlich, dass ihr und ich wortlos in WoW Forever aneinander vorbeiquesten, auf Gegner einhauen, Loot einheimsen und wieder unserer Wege gehen - keinerlei Notwendigkeit für Interaktion. Wir brauchen einfach einen gewissen Schubser, eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Für mich als WoW-Nachzügler (Legion/BfA) auf jeden Fall eine Tatsache, denn seit Legion können in Retail bis zu fünf gruppenlose Spieler denselben Gegner „taggen“. Dragonflight entfernte außerhalb vom Kriegsmodus sogar Fraktionsgrenzen beim Tagging.

Dragonflight war das endgültige „Free for alle“ in Sachen Mob-Tagging - ihr konnten ohne Gruppenzusammenhalt sogar als Hordler mit einem Allianzler auf Gegner in der offenen Welt dreschen und dann gemeinsam looten.
Dragonflight war das endgültige „Free for alle“ in Sachen Mob-Tagging - ihr konnten ohne Gruppenzusammenhalt sogar als Hordler mit einem Allianzler auf Gegner in der offenen Welt dreschen und dann gemeinsam looten.

Blizzard hilft euch beim Freundefinden

Aber Forever setzt in diesem Bereich nicht nur auf Reibung, denn die Entwickler haben sich schon etwas überlegt, wie uns bereits aufgefallen ist:

Das neue System in WoW Forever merkt sich, wer in eurer Nähe war, als ihr durch die Gebiete gewandert seid. Trefft ihr sie nochmal, hebt das Spiel sie für euch mit blauer Färbung hervor. Die Hoffnung von Blizzard: Ihr habt ein Gefühl von „Hey, das ist doch diese Nachtelfe von gestern, scheint synchron mit mir zu leveln. Vielleicht schicke ich mal ne Gruppeneinladung.“

Insofern zieh ich meinen Hut vor Blizzards Standhaftigkeit: Der moderne Gamer will seine MMORPGs am liebsten allein zocken und selbst bei einer Retro-Reise wie WoW Forever werden einige Spieler mit diesem Mindset durch Azeroth stolpern. Dass man diese nicht nur an der Hand nimmt, sondern ihnen auch etwas „zu ihrem sozialen Glück zwingt", ist 2026 nicht mehr selbstverständlich.

Quelle: Buffed

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