WoW Forever hat ein Bot-Problem – und das schon am ersten Beta-Tag

Zahlreiche Bots auf den Betaservern von WoW Forever bereiten sich wohl bereits auf den Launch des neuen „Classic Plus“ vor. Spieler berichten von Flyhackern, die Pflanzen farmen. Ob Blizzard dieses Mal eine Lösung für die Bot-Plage hat?
Nach einem holprigen Start ist die Beta von WoW Forever angelaufen und Spieler können endlich testen, wie sich das neue „Classic Plus“ spielt. Nach kurzer Zeit ist dabei die größte Plage der Classic-Server aufgetaucht: Bots. Spieler mit größtenteils chinesischen Namen fliegen mit ihren Charakteren durch die Luft und bringen jetzt schon die Wirtschaft des MMOs durcheinander.
Für die Betreiber der Bots ist es wohl bereits eine Testphase für die Live-Version von WOW Forever, die Anfang November erscheint. Spieler erwarten jetzt schon das Schlimmste. Denn Blizzard hat keine besonders effektive Handhabung im Kampf gegen die Hacker.
An Tag 1 flyhacken schon die Bots
Wer zum Start der Beta von WoW Forever einen neuen Charakter erstellt hat, wird die Charaktere mit chinesischen Schriftzeichen womöglich bereits gesichtet haben. Natürlich kann es sich dabei auch um ganz normale Spieler mit einem Hang für die logografischen Schriftzeichen handeln. Eine kurze Suche wie im Reddit-Post oben zeigt jedoch, dass es sich bei vielen Spielern dabei um Bots handelt.
Spieler berichten von Bots, die per Flyhack Pflanzen farmen und sich dabei die neue Volksfähigkeit der Tauren zunutze machen, über die Tauren mehr Kräuter farmen können. Bereits direkt nach Betastart waren diese Tauren-Charaktere mit chinesischen Schriftzeichen die ersten Charaktere auf Stufe 4 bis 6. Sie tummeln sich vermehrt in Winterspring.
Schon an Tag 1 der Beta scheinen sich die Hacker für die Live-Version vorzubereiten, um zum Release von WoW Forever ihre Goldgeschäfte ins Laufen zu bringen. Bereits die Classic-Version zum Release 2019 war von Bots geplagt und auch die Wirtschaft anderer Classic-Versionen wurde zum großen Teil von Bots bestimmt.
Spieler wie der Redditor in obigem Post fordern schnelles Handeln von den Blizzard-Entwicklern. Aber ob die Devs des MMOs überhaupt effektiv dagegen vorgehen werden, ist fraglich. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Blizzard immer wieder mit großen Bannwellen Bots aus World of Warcraft schmeißt.
Die Herangehensweise der Entwickler ist, einen oder mehrere Bot-Betreiber ausfindig zu machen und direkt einen großen Rattenschwanz abzuschlagen. Über die Jahre haben sich Bot-Betreiber jedoch an diese Methode angepasst und Wege gefunden, quasi im selben Augenblick nach der Bannwelle wieder Tausende Bots am Start zu haben.
Der Kampf gegen Bots - vor allem in den WoW-Classic-Versionen - ist für Blizzard ein Kampf gegen Windmühlen. Ob sich das in WoW Forever ändern wird, bleibt fraglich. Der Ausblick auf die Live-Version macht aktuell wenig Hoffnung, sofern sich Blizzard nicht etwas einfallen lässt.
Blizzard wird RMT härter bestrafen
Spieler in WoW Forever werden sich allerdings zweimal überlegen, ob sie Real-Money-Trading (RMT, Echtgeld gegen WoW-Gold) machen. Während der gestrigen Fragerunde verdeutlichten die Entwickler noch einmal, dass man härter gegen Spieler vorgehen will, die sich Gold für Echtgeld von den Bot-Betreibern kaufen. Spieler riskieren eine permanente Bannstrafe.
Die Entwickler betonen außerdem, dass trotz der Bot-Lage die Wirtschaft auf den Classic-Servern seit „Saison der Entdeckungen“ ziemlich gut läuft. Im Verlauf dieses Classic-Projekts hat man Wege gefunden, um etwa neue und wichtige Ressourcen einer neuen Content-Phase verfügbarer zu machen.
Quelle: Buffed
