WoW-Kurzfilm geht unter die Haut - rückt tragische Figur ins Midnight-Rampenlicht

Neuer WoW-Kurzfilm geht unter die Haut - rückt tragische Figur ins Midnight-Rampenlicht

Blizzard rückt in einem neuen animierten Kurzfilm zu World of Warcraft: Midnight eine bislang eher unterschätzte Figur ins Zentrum.

Mit dem neuen Kurzfilm "Sohn zweier Welten" baut Blizzard die Geschichte von World of Warcraft: Midnight weiter aus. Im Fokus steht Arator der Erlöser, über dessen Rolle im Addon bereits reichlich spekuliert wurde. Der neue Kurzfilm verrät jetzt mehr zu seiner Hintergrundgeschichte und was euch in Midnight erwartet.

WoW Midnight bereitet Arators Rolle im Addon vor

Im neuen Kurzfilm erlebt ihr Arator als Figur, die dauerhaft zwischen zwei Identitäten steht. Aufgewachsen zwischen zwei Königreichen, musste er früh lernen, mit dieser gespaltenen Herkunft umzugehen. Blizzard beschreibt, dass genau dieser Konflikt ihn letztlich dazu brachte, beide Seiten anzunehmen und seinen eigenen Weg zu gehen.

Parallel zum Video veröffentlichte das Studio einen ausführlichen Blogpost mit Hintergrundinfos. Dort wird deutlich, wie zentral drei Punkte für Arator bleiben:

  • seine Verbindung zum Licht
  • seine halbelfische Herkunft
  • sein Platz zwischen zwei Welten

Alles deutet darauf hin, dass diese Themen direkt in die Story von World of Warcraft: Midnight hineinspielen. Dass Blizzard ihm jetzt gezielt Aufmerksamkeit gibt, wirkt bewusst gesetzt. Schließlich stehen seine Eltern Alleria Windläufer und Turalyon weiterhin mitten in der großen Handlung von WoW.

So beschreibt Blizzard Arator im aktuellen Blogpost

Arator Windläufer trägt das geplagte Herz einer von Verlust gezeichneten Familie in sich. Halb Elf, halb Mensch, Kind der zwei größten Helden Azeroths, ist er beiden dennoch fremd. Geformt durch Verlust und gestärkt durch seinen Glauben, schritt Arator voran, bereit, eine Zukunft voller Hoffnung zu schmieden. Eine Zukunft fern vom Kummer seiner Jugend.

Nach Arators Geburt als geliebter Sohn von Waldläuferhauptmann Alleria Windläufer und General Turalyon zogen nur wenige Monate ins Land, bevor seine Eltern bei einer verlorenen Mission in den Tiefen des dämonischen Dunklen Portals verschwanden. Noch als Säugling wurde Arator seiner Tante Vereesa Windläufer anvertraut, die ihn liebevoll aufzog, im Wissen um die Last seiner Abstammung und des Vermächtnis', welches er in sich trug.

Obwohl Arator ihre Stimmen nie vernommen hatte, kehrte er wieder und wieder zum Tal der Helden in Sturmwind zurück, wo die Statuen von Alleria und Turalyon als feierliche Zeugen ihres ultimativen Opfers emporragten. Während dieser stillen Pilgerfahrten lernte das verlassene Kind sie lieben, trotz ihrer stets präsenten und schmerzhaften Abwesenheit.

Arator folgte dem Pfad seiner legendären Blutlinien und wählte letzten Endes den Weg, den sein Vater als einer der ersten menschlichen Heiligpaladine geebnet hatte. Sein Dienst innerhalb des Ordens der Silbernen Hand brachte ihm den Titel "Der Erlöser" ein, obwohl die damit verwobene Prophezeiung ihm allein vorbehalten blieb.

Als sich das Dunkle Portal plötzlich erneut öffnete und damit den Weg zu seinen Eltern wieder freigab, zögerte Arator nicht. Als Paladin stellte er sein Schwert in den Dienst der Söhne Lothars und kämpfte für ihre Sache, wie es seine Eltern vor ihm getan hatten, um sie zu ehren und ihrem Schicksal auf den Grund zu gehen.

Jahre später, als die dämonische Brennende Legion Azeroth zum letzten Mal heimsuchte, bewies sich Arator nicht nur als Jäger der Vergangenheit, sondern auch als Champion der Gegenwart. Er bestand jede Prüfung mit unerschütterlicher Entschlossenheit, kämpfte Seite an Seite mit seinen Gefährten der Silbernen Hand und half der Großen Armee des Lichts, die alles bedrohende Gefahr der Legion ein für allemal zu bannen.

Jede Entbehrung und jede Prüfung führten ihn zu diesem so ersehnten Moment: dem Wiedersehen. Für diesen Moment der Freude, der Wiedervereinigung mit seinen Eltern, hatten sie alle Jahrzehnte geopfert. Und doch war er so problematisch. Denn ihr Kind, einst als Säugling zurückgelassen, stand nun als erwachsener Mann vor ihnen. Im Wissen, dass Liebe verlorene Zeit überstehen, aber ein Familienband nicht an einem Tag neu geschmiedet werden kann, schworen sie sich, zusammen voranzuschreiten. Vollkommen gleich, wie ungewiss der Pfad auch sein möge.

In den folgenden Jahren gewann Arator zahlreiche Verbündete und diente der Silbernen Hand weiterhin mit Bravour. Aber das ihm so ersehnte Familienband blieb so komplex wie eh und je. Seine Familie, wiedervereint, aber angespannt, wird von der Pflicht noch immer in verschiedene Himmelsrichtungen gezogen. Doch selbst, als sie das Schicksal auf getrennte Wege zwingt, bleibt Arator der stille Ankerpunkt seiner Eltern. Und so erträgt sein Herz die Trennung ein weiteres Mal und klammert sich an die Hoffnung, dass sie eines Tages sein dürfen, was ihnen die Pflicht bisher verwehrte: eine richtige Familie.

Quelle: Buffed