WoW muss Tortollaner umbenennen, aus schweinischen Gründen

WoW muss Tortollaner umbenennen, aus schweinischen Gründen

Zwei Schildkröten aus World of Warcraft mussten ihre Namen ändern. Dahinter steckt eine pikante Doppeldeutigkeit, die bei den Spielern für einige Lacher sorgt.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die gemütlichen Tortollaner für schweinische Gedanken sorgen? Zwei Schildkröten aus World of Warcraft mussten jetzt ihren Namen ändern. Der Grund ist vermutlich ein anzügliches Missverständnis, das japanische Spieler entdeckt haben. Und wir können uns gut vorstellen, dass bei Blizzard jemand rote Ohren bekommen hat.

Eigentlich sind die Tortollaner in World of Warcraft ein recht friedliches Völkchen. Die alten Schildkröten erzählen gerne Geschichten, sammeln Schätze und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Doch ausgerechnet zwei dieser gemütlichen Gesellen haben jetzt für ein paar Lacher in der WoW-Community gesorgt. Denn ihre Namen haben auf Japanisch eine Bedeutung, die wohl kaum jemand bei Blizzard auf dem Schirm hatte. Also mussten die beiden Schildkröten kurzerhand umbenannt werden.

Zwei Tortollaner mit schweinischen Namen

In den neuen Hotfixes vom 5. November 2026 findet sich eine kleine Änderung, die zunächst ganz unscheinbar wirkt. Blizzard schreibt dort lediglich, dass mehrere Tortollaner neue Namen bekommen haben. Warum, verraten die Entwickler nicht.

Bei den beiden handelt es sich um Tortollaner aus dem Schlachtzug Giftiger Abgrund in WoW: Midnight. Dort müsst ihr euch im Bosskampf Die verirrten Entdecker mit gleich drei dieser Schildkröten herumschlagen. Zwei davon heißen jetzt anders:

  • Iku heißt künftig Epu.
  • Nama wurde in Nema umbenannt.

Klingt erst mal harmlos. Wer allerdings Japanisch spricht, kann sich wahrscheinlich schon denken, warum Blizzard die beiden Namen geändert hat.

Was bedeuten Iku und Nama auf Japanisch?

In einem Reddit-Beitrag erklärt ein japanischsprachiger WoW-Spieler, warum die Namen bei manchen Fans für ordentlich Gekicher sorgen.

Iku bedeutet auf Japanisch eigentlich nur „gehen“. Das Wort kann aber auch im Schlafzimmer eine ganz andere Bedeutung haben. Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken.

Nama heißt dagegen „roh“ oder „frisch“. Klingt harmlos, bekommt im selben Zusammenhang aber ebenfalls eine ziemlich schlüpfrige Bedeutung.

Und dann hätten wir noch Gebbo, der das Tortollaner-Trio im Raid ergänzt. Der Name erinnert laut dem Spieler an ein japanisches Würgegeräusch. Also an das Geräusch, das man macht, wenn einem das Mittagessen wieder hochkommt.

Wenn man die drei Namen hintereinander hört, kann man sich gut vorstellen, warum japanische Spieler ins Kichern geraten.

Noch lustiger wird's, wenn man an die Raidleiter denkt, die ihren Mitspielern im Sprachchat ständig zurufen, welchen Boss sie als Nächstes vermöbeln sollen. Da dürfte der Bosskampf in der japanischen Community für so einige Lacher gesorgt haben.

Ob Blizzard sich bei den Namen einen kleinen Scherz erlaubt hat oder einfach ins Fettnäpfchen getreten ist, wissen wir nicht. Einen offiziellen Grund für die Umbenennung haben die Entwickler bisher nicht genannt.

Das Internet hat seinen Spaß

Im Netz sorgt die ganze Geschichte jedenfalls für viel Gelächter. Manche Spieler wundern sich, wie die Namen überhaupt so lange im Spiel bleiben konnten. Andere finden es schade, dass Blizzard den kleinen Sprachwitz entfernt hat.

Einige Raider haben dagegen ganz andere Sorgen: Jetzt müssen sie sich schon wieder neue Bossnamen merken, nachdem sie sich gerade erst an die alten gewöhnt haben.

Die ganze Geschichte ist einfach schräg und irgendwie auch witzig. Neu ist das für Blizzard allerdings nicht. Schon in anderen Spielen wie Overwatch mussten Namen geändert werden, weil sie in manchen Sprachen eine ganz andere, etwas schlüpfrige Bedeutung hatten.

Quelle: Buffed