WoW-Nostalgie: Dieses Quest-Gefühl vermissen viele Spieler bis heute

WoW ist heute komfortabler denn je, doch ein besonderes Gefühl des alten Questings fehlt: Warum volle Quest-Hubs bis heute Nostalgie auslösen.
In den vergangenen fast 22 Jahren hat sich World of Warcraft mehr als einmal neu erfunden und hat heute kaum noch etwas mit dem zu tun, was im November 2004 einen unvergleichlichen Siegeszug angetreten hat. Ob Dungeons, Raids, Quests oder PvP – die Basis ist zwar ähnlich, die Umsetzung ist heute aber viel moderner.
Dazu gehört auch die Art und Weise, wie uns die Storys der einzelnen Gebiete mittlerweile nähergebracht werden. Statt uns die Geschichte aus unzähligen einzelnen Quests selbst zusammenzusuchen, werden wir über die Hauptkampagne wie an einem roten Faden durchgeleitet.
Links und rechts warten dann einzelne Questreihen, die unser Wissen weiter vertiefen. Doch auch diese Quests sind mittlerweile sehr linear aufgebaut. Das ergibt durchaus Sinn. Es ist für uns Spieler schlicht einfacher, der Story zu folgen, wenn wir sie in einer vorgegebenen Reihenfolge erleben.
Vergleichbar ist das sicherlich mit einer TV-Serie. Wenn wir alle Folgen kreuz und quer schauen, kennen wir am Ende auch die gesamte Handlung. Einfacher zu folgen ist es aber, wenn wir sie in der richtigen Reihenfolge schauen.
Die „guten, alten Zeiten“ in WoW
Zu Classic-Zeiten war das noch anders. Wir sind in ein neues Gebiet oder einen neuen „Quest-Hub“ gekommen und wurden dort von den Einwohnern mit Aufgaben und Quests geradezu zugeworfen. Das hatte den Nachteil, dass wir gleich mehrere Geschichten parallel gespielt haben und gerne durcheinanderkamen.
Auf der der anderen Seite konnten wir aber oftmals danach einfach das gesamte Gebiet abgrasen und diverse Quests parallel erledigen. Am Ende stand dann etwas, was bis heute für viele Spieler das „beste Gefühl überhaupt“ war – die Rückkehr in den Quest-Hub und das Abgeben eines Dutzend Quests auf einmal.

Dabei hagelte es nicht nur Belohnungen, sondern meist auch zahlreiche Erfahrungspunkte. Wir stiegen dabei gerne mal zwei oder drei Stufen auf einen Schlag auf, verteilten Talentpunkte, legten die neue Ausrüstung an, und fühlten uns deutlich stärker.
Es fühlte sich ein wenig an, wie die Belohnung nach einem langen Tag voller harter Arbeit. Heute bekommen wir die Belohnungen hingegen in kleineren Dosen, dafür aber fast im Minutentakt. Das bietet auch Vorteile, doch ein weit weniger befriedigendes Gefühl.
Zurückkommen werden diese Zeiten im modernen WoW wohl kaum mehr. Das lineare Storytelling bietet einfach zu viele Vorteile. Wir sehen das übrigens größtenteils genauso. Das hält uns aber nicht davon ab, mit der rosaroten Nostalgiebrille auf die damalige Zeit zurückzuschauen und mit einem warmen Herzen daran zu denken.
Vielleicht geht ja Classic-Plus demnächst wieder diesen Weg? Die Gerüchte überschlagen sich dieser Tage bezüglich einer möglichen Ankündigung von WoW: Camelot, WoW 2.0 oder wie auch immer es heißen wird.
Quelle: Buffed
