WoW "vor Niedergang": Ausgerechnet dieser Ex-Blizzard-Chef meldet sich zu Wort

WoW "vor Niedergang": Ausgerechnet dieser Ex-Blizzard-Chef meldet sich zu Wort

Patch 12.0.5 von WoW: Midnight wurde mit vielen Fehlern aufgespielt. Das ist auch Mike Ybarra nicht entgangen. Wenn es nach der WoW-Community geht, sollte ausgerechnet der Ex-Blizzard-Präsident allerdings vorsichtig mit seiner persönlichen Kritik sein.

Kaputte Klassen, fehlende Items, fehlerhafte Features & mehr ... Das erste große Update für WoW: Midnight (Patch 12.0.5) hat gefühlt mehr Fehler als neue Inhalte in Blizzards Online-Rollenspiel gebracht. Seit WoW die Contentflauten mit 0.5- und 0.7-Patches abfängt, hat die Qualität dieser Zwischen-Updates im Vergleich zu den großen Content-Updates massiv nachgelassen.

Das ist auch Mike Ybarra nicht entgangen. Der Ex-Blizzard-Präsident und passionierte WoW-Spieler äußerte sich auf Social Media zu den Problemen von Patch 12.0.5. Die Reaktion auf seine Kritik hatte er sich aber wohl anders vorgestellt.

Ex-Blizzard-Präsident tritt ins Fettnäpfchen

Auf Twitter reagierte Ybarra auf einen Beitrag von GameSpot, die einen Artikel zum desaströsen Stand von WoW Patch 12.0.5 veröffentlichten. Ybarra reagierte mit der Aussage: "Bedauerlich. WoW muss einen Neuanfang wagen, und das Engagement muss klar und entschlossen sein, sonst wird der Niedergang weitergehen."

Obwohl sich viele WoW-Spieler einig sind, dass Patch 12.0.5 keine Glanzleistung ist, erntete Ybarra für diesen Kommentar viel Spott und Häme. Ein Twitter-Nutzer stellte ihm direkt die Frage, was Ybarra denke, woran dieser "Niedergang" in der Qualität der Patches liegen könnte, und verwies damit auf die QA-Mitarbeiter, die unter der Führung von Ybarra als Blizzard-Präsident gekündigt wurden.

Der Ex-Blizzard-Präsident weicht mit der Antwort aus, dass sich World of Warcraft wieder mehr um das "WAR", also den Krieg, drehen sollte sowie den Konflikt, die Erfolge und Belohnungen.

Während Ybarras Zeit bei Blizzard erntete der Ex-Blizzard-Präsident viel Kritik für seinen Umgang mit der QA-Abteilung der Firma. Besonders viel Zündstoff lieferte damals seine Aussage, dass "eine Karriere im QA-Bereich keine langfristige Karriere-Option ist."

Wenig später kam es zu Entlassungen im QA-Bereich und weiteren 1.900 Entlassungen bei Blizzard und Xbox, bei denen 2024 auch Mike Ybarra seinen Platz räumen musste.

Patch 12.0.5 wurde ausgiebig auf dem Public Test Realm (PTR) getestet und viele der Fehler, die nach Release des Updates aufgetreten sind, waren bereits auf dem PTR zu erkennen. Offenbar haben die WoW-Entwickler das Feedback vom Testserver nicht umgesetzt oder hatten dafĂĽr keine Zeit.

Seit Dragonflight versuchen die WoW-Devs mit den 0.5- und 0.7-Patches spätestens alle acht Wochen neuen Content für das MMO zu liefern. Ein Rückblick auf die vorherige Erweiterung The War Within zeigt, dass vor allem diese Zwischen-Patches ein schwarzer Fleck auf einer ansonsten sauberen Erweiterung waren. Mittlerweile haben sich die Entwickler sogar für den Patch in einem offiziellen Blog-Post entschuldigt und versprechen Besserung. Was haltet ihr von den Aussagen von Mike Ybarra?

Quelle: Buffed